Analyse der Aufsteiger: Bitburg will hoch hinaus

Die Aufsteiger aus den Bezirksligen könnten unterschiedlicher nicht sein: Aus der Staffel West kommend will der FC Bitburg offensiv die Rheinlandliga aufmischen und greift langfristig sogar nach höheren Zielen. Demgegenüber scheint der erfahrene Bezirksliga Mitte-Meister aus Metternich nach langem Warten am Ziel der Träume angekommen. Mit dem TuS Montabaur stößt Verein aus der Bezirksliga Ost in die Spielklasse, der als großer Unbekannter für Aufsehen sorgen kann. Regio hat für euch die Neulinge analysiert.

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FC Bitburg: Mit Vollgas in die obere Tabellenhälfte


Nachdem man in der Vorsaison mit einem Punkt das Aufstiegsrennen gegen die SG Schneifel/Stadtkyll verlor, legten die Kombinierten aus Bitburg eine wahrhaft meisterliche Saison hin. Mit 16 Siegen und nur 2 Niederlagen dominierte der FC Bitburg die Bezirksliga West deutlich und schloss sich verdient der Rheinlandliga an. Dort will der ambitionierte Emporkömmling direkt für Furore sorgen. Erfolgscoach Fabian Ewertz gibt im Interview mit FuPa.net einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel aus.


Und auch die Neuzugänge lassen aufhorchen! Nachdem man bereits im Winter mit Maximilian Koch (20), Fabian Fisch (21) und Nico Fuchs (18) drei hoffnungsvolle Talente aus Luxemburg verpflichtet hat, schließen sich nun weitere vier Spieler den Bitburgern an. So konnte u.a. mit Anthony Delgado (23) ein Stammspieler und Abwehrspezialist vom SV Mehring in die Kreisstadt gelockt werden. Den Verein in Richtung des VfB Borussia Neunkirchen verlässt der Regionalliga erfahrene Deniz Siga (31), der neben Arthur Hartwick (27, wechselt zum SV Schleid) zu einem der Garanten der Meistermannschaft zählte. Die spielstarke Bitburger wird als untypischer kann zu der Überraschung der Spielzeit werden.


Aufgrund von Corona konnten die treuen Fans der Germania ihr Team nicht feiern (Bild: Andreas Ennenbach)


FC Germania Metternich: Nach elf Jahren endlich erlöst


Acht Vizemeisterschaften hat der FC Germania Metternich in den vergangenen elf Jahren angesammelt. Der ewige Zweite der Bezirksliga Mitte hatte Jahr für Jahr knapp das Nachsehen. Doch nun ist der Knoten geplatzt: Mit 13 Punkten Vorsprung krönte sich das Team aus dem Koblenzer Vorort zum Corona-Meister. Die langersehnte Meisterfeier musste jedoch aufgrund von Corona ausbleiben (Video-Bericht des SWRs). Der Aufstieg wurde mit einem Trainerwechsel verbunden: Jörg Laux verließ die Germania und wurde vom Sportlichen Leiter Dominik Treis auf dem Chefsessel abgelöst.


Frühzeitig konnte der Verein mit den Mittelfeldspielern Florian Panny (30), Jonas Simek (30) und Timo Hoffmeyer (34) ein erfahrenes Trio von der SG Nievern/Arzbach (2020) nach Metternich lotsen. Zusätzlich wechselten von den Ligakonkurrenten SG Mülheim-Kärlich ll und SV Gering-Kollig mit Jan Weeser (25, Mittelfeld) und Moritz Pies (26, Sturm) zwei weitere gestandene Kräfte. Schmerzhaft vermissen wird der FC vor allem Torjäger Fabien Fries (21), der sich dem FV Engers in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar anschließt. Die Rheinlandliga darf sich auf einen Neuling freuen, der sich durch sehr viel Routine und eine ausgesprochene Mentalität auszeichnet.


TuS Montabaur: Neuland für junge Westerwälder


Nach zehn Jahren kehrt der TuS Montabaur in die Rheinlandliga zurück. In 19 Spielen hielt die Elf von Trainer Sascha Baldus den Rheinlandliga-Absteiger VfB Linz auf Distanz und sicherte sich den Titel in der Bezirksliga Ost. Das Team ist gespickt mit jungen Talenten wie Tobias Schnabel (22), Eric Gelhard (21) oder Dominik Bischoff (20), welche die ausgezeichnete Nachwuchsschmiede der TuS Koblenz durchliefen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Serkan Yavuz (22), der nach seinem Wechsel von der TuS Rot-Weiß Koblenz im Sommer 2019 mit 21 Ligatoren für Furore sorgte.


Auf dem Transfermarkt hat sich der TuS bislang noch bedeckt gehalten. Die Abgänge von Jannis Meurer (24, SG Ahrbach), Mario Denker (26, TuS Niederahr), Jung-Hun Kim (31, Spvgg. EGC Wirges) und Christian Stera (22, SG Elbert) wurden durch die Neuverpflichtungen der Mittelfeldspieler Sascha Schulz (SG Horrenden) und Steffen Klöckner (25, Spvvg. EGC Wirges) kompensiert. Trainer Sascha Baldus ließ im Interview mit der Rhein-Zeitung jedoch anklingen, dass nach Neuzugängen im Defensivbereich Ausschau gehalten wird. Da lediglich der starke Torhüter Luca Beck (26) bereits in der Rheinlandliga aktiv war, wird der TuS Montabaur besonders zu Saisonbeginn die große Wundertüte für viele Gegner darstellen.


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