53 Transfers: Drei Rheinlandligisten im Umbruch

Während im Profi-Fußball im Corona-Sommer Zurückhaltung auf dem Transfermarkt vorherrscht, dreht sich in der Rheinlandliga das Wechselkarussell unbeirrt weiter. Wir haben uns drei Teams genauer angesehen, die durch ihre Zu- und Abgänge mit einem neuen Gesicht in die Runde starten werden.

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SG Ellscheid: Traingespann Haas/Häb formt neues Team


Nach sieben Jahren erfolgreicher Arbeit konnte sich Trainer Niklas Wagner (36) nur leise von seiner SG Ellscheid verabschieden. Den geschätzten Fußballfachmann verlässt das Alfbachtal in Richtung der SG Vordereifel. Wagner folgen mit Abwehrtalent Stephan Schuwerack (22) und Stammtorhüter Daniel Neisius (24) zwei Schützlinge zum Mayener Bezirksligisten. Stürmer Markus Boos (28) und Verteidiger Thomas Schweisel (27)zieht es ebenfalls eine Spielklasse tiefer. Sie schließen sich der Spvgg. Cochem an. Mit Moritz Engel (23) und Tim Neumann (19) verliert die SG zwei weitere Stammkräfte studienbedingt. Die Liste der acht Abgänge komplettieren Sebastian Dax (25, SG Vulkaneifel Meerfeld) und Yannick Schon (25, Ziel unbekannt).

Durch die Transferfluktuation stand zwangsläufig ein erheblicher Umbruch an, den die SG durch zwei zentrale Transfers auf der Trainerposition einläutete. Vom Eifeler A-Ligisten SV Neunkirchen/Steinborn stoßen Daniel Haas (38) und Michael Hab (44) als eingespanntes Gespann zu den Alfbachtalern. Gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Andreas Alt und Teammanager René Dederichs zeigte sich das neue Duo umgehend sehr aktiv auf dem Transfermarkt. Neben fünf Talenten (Vincent Baur, Paul Minninger, Lukas Schumacher, Brian Huang und Jobst Schriever) aus dem starken Team der U19-Rheinlandliga wechseln mit Torhüter Eljin Kajo (28, SG Vordereifel), Florian Bros (23, SG Buchholz) Johannes Volz (SG Lutzerath), Philipp Grammlich (26, SV Ulmen) , Patrick Phlepsen (30, TuS Ahbach) und Yannick Franzen (27, SV Ulmen) gleich sechs externe Neuzugänge zum Team.


FSV Trier-Tarforst startet mit neuen Gesichtern in die Vorbereitung (Bild: Wolfgang Ziewers/FSV Trier-Tarforst)


FSV Trier-Tarforst: Ein heißer Transfersommer


Insgesamt 17 Transfers zählt man im Lager des Rheinlandliga-Dinos aus der Römerstadt. Verlassen haben den Verein gen Luxemburg die Leistungsträger Julian Schmitz (20, CS Grevenmacher), Pajtim Gashi (24, CS Grevenmacher) und Luca Sasso-Sant (23, Union Mertert/Wasserbillig). Mit Stürmer Lukas Herkenrath (30, FSG Ehren/Pfalzel) und Abwehrtalent Matthias Heck (SV Rot-Weiß Wittlich) schließen sich zwei weitere wichtige Säulen anderen Klubs an.


Umtriebig zeigte sich die Sportliche Leitung um Trainer Holger Lemke (33) bei der Akquise von Neuzugängen. Geballte Routine darf sich der Fußballfachmann von Fabio Fuhs (32, SV Mehring) und Heiko Weber (33) erwarten, die seit Jahren bei ihren Vereinen tragende Rollen in der Rheinlandliga einnehmen. Als Königstransfer gilt Benjamin Arnold (24), der vom Luxemburgischen Erstligisten FC Etzella Ettelbrück zum Team stößt. Der schnelle Rechtsaußen konnte für den 1. FC Kaiserslautern (U19-Bundesliga) und den SVN Zweibrücken (Regionalliga Südwest) bereits Spielpraxis auf höchstem Niveau sammeln. Die Riege der Neuzugänge komplettieren Unison Dama (24, SV Leiwen-Köverich), Kevin Noll (19, JSG Saarschleife U19), Ayman Habbouchi (19, SV Eintracht Trier U19), Luca Quint (19, SV Eintracht Trier-U19) und Noah Schuch (19, FSV Trier-Tarforst ll).



Kapitän Stefan Peters (hier beim 3:2-Testspielsieg gegen die Spfr. Puderbach) führt eine junge Rasselbande in die neue Saison (Bild: SG Neitersen/Altenkirchen)


SG Neitersen/Altenkirchen: Jugendarbeit par excellence


Ein vermeintlicher Gewinner des Saisonabbruchs sind die Kombinierten aus Neitersen/Altenkirchen. Mitten im Abstiegskampf steckend gab die Einstellung des Spielbetriebs die Möglichkeit, frühzeitig für die neue Saison in der Rheinlandliga zu planen. Dabei muss das Team von Trainer Thorsten Gerhardt (47) auf gleich vier absolute Stammspieler verzichten. Ligenintern wechseln die Abwehrspezialisten Tom Pirsljin (20) und Justus Stühn (22) zum VfB Wissen. Und auch die beiden Top-Torjäger André Fischer (29) und Simon Langemann (22) haben mit dem VfL Oberlahr-Flammersfeld und dem VfL Hamm neue Vereine gefunden.

Beim Kompensieren der Abgänge setzt die SG alles auf ihre bärenstarke Jugendarbeit. So stoßen mit Niklas Klein (19, Torhüter), Argent Thaqaj (18, Verteidiger), Luis Zimmermann (19, Verteidiger), Tom Weinstock (19, Mittelfeld), Raul Castro-Dominguez (19, Mittelfeld), Dustin Keilhauer (19, Offensive) und Jeremi Künkler (19, Offensive) gleich sieben hoffnungsvolle Jungspunde vom 4.-Platzierten der A-Junioren Rheinlandliga zur Mannschaft. Besondere Freude herrscht über die Rückkehr von Top-Talent Felix Arndt (19), der nach einem Jahr beim FC Victoria Köln in der U19-Bundesliga wieder für seinen Heimatverein aufläuft. Den Reigen der Neuzugänge schließt Offensivkraft Dominik Moll (23), der nach einer Pause reaktivier wird und mit seinen 56 Rheinlandliga-Spielen einen Hauch Routine in die blutjunge Elf einbringt.


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